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Riester-Rente trotzt Krise - über 2 Millionen Neuabschlüsse in 2008


Im letzten Quartal des Jahres 2008 haben sich rund 700.000 Anlegerinnen und Anleger in Deutschland neu für die Riester-Rente zur ergänzenden Alterssicherung entschieden. Zu den Abschlusszahlen bei Verträgen über eine Riester-Rente im 4. Quartal und Gesamtjahr 2008 erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Im letzten Quartal des Jahres 2008 haben sich rund 700.000 Anlegerinnen und Anleger in Deutschland neu für die Riester-Rente zur ergänzenden Alterssicherung entschieden. Im Gesamtjahr 2008 wuchs die Zahl neu abgeschlossener Riester-Verträge auf rund 2,2 Millionen. Erstmals flossen in diese Statistik auch Zahlen zum sogenannten Wohn-Riester ein: Bis Ende des Jahres dürften knapp 40.000 Verträge abgeschlossen worden sein (genauere Zahlen liegen noch nicht vor; erste Produktzertifizierungen erfolgten Anfang November). Damit sparten zum Stichtag 31. Dezember 2008 hierzulande insgesamt rund 12,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger mittels Riester-Rente zusätzlich für das Alter.

Davon hält sie auch die derzeit wirtschaftlich schwierige Lage nicht ab. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten krisenhafter Entwicklungen auf den Finanzmärkten ist die Riester-Rente ein verlässliches, belastbares Anlageprodukt. Jetzt zählen Beständigkeit und Vertrauen. Und da punkten für die Riester-Vorsorge zugelassene Versicherungs-, Bankspar- und Investmentfondsverträge mit vielfältigen Sicherheitsvorschriften und mit der Nominalgarantie, nach der am Ende der Ansparphase immer mindestens das eingezahlte Kapital plus staatliche Zulagen als Zusatzrente zur Verfügung stehen muss. Die Anbieter müssen also bei der Geldanlage strikten Regeln folgen und Vorsicht groß schreiben.

Die Zahlen zum Jahr 2008 zeigen: Diese Sicherheit wissen die Anlegerinnen und Anleger zu schätzen. Und sie wissen, dass der Verzicht auf ergänzende Altersvorsorge keine Alternative ist. Die Frage ist nicht, ob man zusätzlich für später vorsorgt, sondern, wie man es tut. Es kommt auf den richtigen Mix aus gesetzlicher Rente und Zusatzvorsorge an - und bei der Altersvorsorge insgesamt immer auf einen langen Atem. Kurzatmige Gewinnmaximierung führt nicht zum Ziel. Das zeigt das aktuelle Geschehen überdeutlich. Vor dessen Hintergrund und im internationalen Vergleich ist das deutsche Alterssicherungssystem mit der gesetzlichen Rente, die die wichtigste Säule der Alterssicherung ist und bleibt, sowie der staatlich geförderten ergänzenden Zusatzrente beispielgebend.

Der Wettbewerb um aufgeklärte Verbraucher auf dem Markt der Riester-Rente funktioniert. Das zeigen auch die nunmehr ebenfalls vorliegenden Zahlen über Vertragsauflösungen: So gab es im Gesamtjahr 2008 rund 480.000 Stornos bzw. Vertragsabgänge (die bei der obigen Angabe von aktuell ca. 12,2 Millionen Riester-Sparern bereits eingerechnet und berücksichtigt sind). Der Hintergrund: Die Kunden werden wählerischer; sie vergleichen und kalkulieren genau. Und die Anbieter werben verstärkt mit attraktiven Angeboten um Neukunden. So kann öfter als früher ein Produktwechsel lohnen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten sich informieren und beraten lassen - möglichst neutral und unvoreingenommen. Es ist ratsam, Offerten verschiedener Anbieter zu vergleichen - am besten mit professioneller Hilfe.

Den Wechsel von einem Riester-Vertrag zu einem anderen hat der Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen. Die Möglichkeit dazu müssen Verträge bieten, wenn sie als Riester-Anlage zertifiziert werden sollen. Riester-Sparer sollen nicht über Jahre und Jahrzehnte hinaus an ein einmal gewähltes Produkt gebunden sein, sondern zu neuen, aus individueller Sicht besser geeigneten Produkten wechseln können.

Mehr Verbraucher als in den Anfangsjahren prüfen die Angebote auf dem Markt und gehen zu einem attraktiveren Anbieter, indem sie alte Verträge stornieren und neue abschließen. Das ist ein gutes Zeichen; "Storno" heißt oft schlicht "Wechsel zum besseren Produkt". Daneben muss die Zahl aufgelöster bzw. gewechselter Verträge immer ins Verhältnis zur Gesamtzahl aller existierenden Policen gesetzt werden: Wo mehr Menschen "riestern", überdenken auch mehr ihren Weg dabei.

Informationen und Beratung bieten die Selbsthilfeeinrichtungen des öffentlichen Dienstes, die dem Deutschen Beamtenwirtschaftsring e.V. (DBW) angehören. Hier können Sie sich interessieren www.dbw-online.de

Quelle: Pressemitteilung vom 9.3.2009
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Öffentlichkeitsarbeit und Internet
Wilhelmstraße 49
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