Dritter Versorgungsbericht:
I. Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter sowie Berufssoldatinnen und Berufssoldaten
3.2.2. Zahlenmäßige Entwicklung und Altersstruktur des Aktivpersonals

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Dritter Versorgungsbericht:
A. Versorgungsleistungen von 1970 bis 2050


3.2.2. Zahlenmäßige Entwicklung und Altersstruktur des Aktivpersonals

Siehe auch Anhang, Tabellen A I 1 und A I 2.

Die seit 1985 kontinuierlich fortgesetzte Reduzierung der Personalstärke verbunden mit einer Reduzierung der aktiven Berufssoldatinnen und Berufssoldaten und der damit einhergehenden vorzeitigen Eintritte in den Ruhestand, hat einen wesentlichen Einfluss auf die zahlenmäßige Entwicklung der Versorgungsempfänger.

Entwicklung seit 1960

Von 1960 bis 1990 hat sich die Zahl der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten – ohne Beurlaubte – von 32 500 auf 70 300 erhöht. In der Zeit von 1990 bis 1995 erfolgte eine Reduzierung der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten auf eine Stärke von 58 400. Danach hat sich die Zahl nur geringfügig geändert (siehe Übersicht A I 57 und Abb. A I 28).

Übersicht A I 57:
Entwicklung der Zahl der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten von 1960 bis zum 30. Juni 2002*

(Tabelle Seite 164)

(Grafik Seite 164)

Der Anstieg der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten von 1960 bis 1990 ist auf die in diesem Zeitraum gegebene verteidigungspolitische Lage zurückzuführen. Die grundlegende Änderung der Aufgaben der Bundeswehr in den folgenden Jahren führte ab 1990 zu einer Anpassung der Personalstruktur an diese Aufgaben verbunden mit einem Personalabbau bis zum Jahr 2000, obwohl nach der Wiedervereinigung bis 1993 die Übernahme ehemaliger NVA Soldaten erfolgte.

Im Gegensatz zu Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richtern spielt die Teilzeitbeschäftigung im Bereich der Soldatinnen und Soldaten zurzeit noch keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle.

Altersstruktur 2002

Die unterschiedlichen besonderen Altersgrenzen für die Versetzung in den Ruhestand sowie der stetige Personalabbau vor allem der älteren Jahrgänge spiegeln sich maßgeblich in der Altersstruktur der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten wieder.

Ein Vergleich der Altersstruktur zwischen 1999 und 2002 zeigt, dass der Anteil der über 55-jährigen relativ konstant geblieben ist (3 % gegenüber 2 % 1999). Die 35- bis 44-jährigen stellen nach wie vor die stärksten Jahrgänge, sind jedoch gegenüber 1999 zurückgegangen (42 % gegenüber 45 % 1999), während die Zahl der 45- bis 54-jährigen und der unter 35-jährigen jeweils leicht gestiegen sind (siehe Abb. A I 29).

(Grafik Seite 166)

Entwicklung des Frauenanteils

Seit Januar 2001 hat die Bundeswehr alle Laufbahnen und Laufbahngruppen für Frauen geöffnet. Im Jahr 2003 leisteten insgesamt 9 594 Frauen in allen Bereichen der Streitkräfte Dienst, davon rund 4 400 Soldatinnen im Truppendienst und rund 5 200 im Sanitätsdienst.

Der Anteil der Soldatinnen beträgt, gemessen an der Gesamtzahl der Zeit- und Berufssoldaten, im Jahr 2003 rund 6 %.

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